Roadtrip 2013

Vom Saarland bis ans Meer mit 50 ccm und 25 km/h

Das große Finale

Von Roadtrip am 26. Juli 2013. Abgelegt in Allgemein

Es läuft bei uns mittlerweile alles schon nach Schema F. Aufstehn, schnell Kaffee kochen um Traudti zu bändigen, Morgentoilette, Aufräumen, Packen und Abfahrt. Wir waren gut in der Zeit und starten teils sehr optimistisch in die letzte Etappe. Nach 10 Metern der Schreck. Beim Bremsen machte die Prima 5 ein quitschendes Geräusch, welches auch nicht aufhörte wenn die Bremse nicht mehr betätigt wurde. Sofort wurde eine Fehleranalyse eingeleitet, welche zum Ergebnis kam, dass in der Bremse etwas gebrochen ist und die Bremse deshalb die ganze Zeit schleift. Doch diese Diagnose gefiel uns nicht, also redeten wir uns ein, dass nur der Bremshebel angerostet ist und mit etwas Fett die ganze Sache wieder laufen würde. Gesagt getan, Bremse gefettet :) (bremsen wollten wir heute ja eh nicht mehr, es zählte ja nur noch in Norden anzukommen). Nach den ersten 10 Tageskilometern waren wir an einer Tankstelle um die Maschinen zum letzten Mal voll zu tanken. Dabei überprüften wir die Temperatur der Hinterachse von der Prima und stellten fest dass diese sehr warm um nicht zu sagen heiß war. Wir beschlossen den Bremshebel nochmal zu lockern und nach 2 km die Temperatur erneut zu überprüfen. Bei dieser Überprüfung stellten wir fest, dass die Achse eher heißer als kälter geworden ist, und so war klar, dass eine größere Reparatur nötig war. In kürzester Zeit war die mobile Werkstatt einsatzbereit. Das Gepäck musste runter und das Hinterrad ausgebaut werden. Die Bremse machte zu unserer Überraschung noch einen sehr fitten Eindruck, wir schmierten alle Gelenke und wollten uns dann noch schnell, wenn wir eh schon dabei waren die Radlager anschauen. Diese waren in einem so miserablen Zustand, dass wir die Achse komplett ausgebaut, gereinigt, neu gefettet und wieder zusammengebaut haben. Nach 90 Minuten schweißtreibender Arbeit ging es dann weiter, auf einer leicht schlingernden Prima 5 mit jetzt kühl bleibender Hinterachse. Durch diesen Boxenstopp waren wir erheblich in Zeitverzug gekommen. Vor uns lagen immer noch an die 100 km und es war schon 13 Uhr. Kurz danach umrundeten wir die Mayerwerft in Papenburg und düsten durch endlose Felder Richtung Meer. Von Ditzum nach Pektum nahmen wir eine kleine Fahrradfähre über die Ems und mussten vielen Senioren Rede und Antwort stehen. Alles in allem waren es meistens die älteren Herren und kleinen Kinder die positiv auf uns und unsere Mofas reagiert haben. Kaum wieder Boden unter den Füßen ging es auch schon weiter, Pausen waren heute einfach zeitlich gesehen kaum noch möglich. Wir düsten über Landstraßen die schmaler waren als bei uns zuhause die Fahrradwege, kamen durch Orte mit Straßen komplett aus Pflastersteinen und ab und an wurde die kilometerweite Ebene durch einen Deich oder einen Kanal unterbrochen. Man konnte deutlich die Anspannung unter uns spüren, jeder hoffte, dass seine Maschine die letzten 30 km jetzt auch noch überstehen würde. Dann war es geschafft, gegen 18.30 standen wir überglücklich in Norden, Am Hafen 1b. Unser Ziel war erreicht. Mit einem Hupkonzert und großem Jubel feierten wir, sehr zur Verwunderung der anderen Verkehrsteilnehmer, unsere Ankunft.

Nach dem Entladen der Mofas wurde dem Anlass entsprechend diniert und danach waren wir alle so erledigt, dass wir direkt unser Nachtlager aufschlugen.

Die Bilder des Tages:

Die Boxencrew bei der Arbeit

Warten auf die Fähre



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